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Wie finde ich meine Nische als Yogalehrer*in

30. Aug.
3 Min. Lesezeit

Welche Apps helfen dir, dein Yoga-Business effizient zu führen?

Als ich meine ersten Schritte als Yogalehrerin gemacht habe, dachte ich lange: "Ich möchte einfach möglichst vielen Menschen helfen." Und das meine ich bis heute so.


Doch irgendwann habe ich gemerkt, dass genau dieser Wunsch manchmal dazu führen kann, dass wir uns selbst unsichtbar machen.


Denn wenn wir versuchen, für alle da zu sein, fühlt sich oft niemand wirklich angesprochen.

Und genau deshalb möchte ich heute mit dir über das Thema Nische sprechen.


Ein Wort, das viele Yogalehrer*innen zunächst abschreckt.

Dabei bedeutet eine Nische nicht, dass du Menschen ausschließt.

Sondern dass du klarer wirst. Für dich, für dein Angebot und für die Menschen, die du begleiten möchtest.


Warum eine Nische nichts mit Einschränkung zu tun hat

Viele Yogalehrer*innen haben Angst davor, sich festzulegen. Vielleicht kennst du diesen Gedanken:

"Wenn ich mich spezialisiere, verliere ich doch potenzielle Teilnehmerinnen."

Das klingt logisch. In der Realität passiert aber oft das Gegenteil.


Menschen fühlen sich angezogen von Angeboten, die genau ihre Bedürfnisse ansprechen.

Wenn jemand Rückenschmerzen hat und nach Yoga sucht, wird diese Person sich wahrscheinlich eher angesprochen fühlen von:

Yoga für Rückenbeschwerden

als von:

Yoga für alle.


Nicht weil das zweite Angebot schlechter ist. Sondern weil das erste Angebot sofort ein konkretes Problem löst.


Du musst nicht für alle da sein

Das war für mich persönlich einer der wichtigsten Gedanken. Du musst nicht jede Person ansprechen.


Du musst nicht jede Yoga-Richtung anbieten. Und du musst nicht jede Zielgruppe bedienen.


Je klarer du wirst, desto leichter wird es für die richtigen Menschen, dich zu finden. Und genau darum geht es.


Beginne bei deiner eigenen Geschichte

Wenn Yogalehrer*innen mich fragen, wie sie ihre Nische finden können, stelle ich oft zuerst eine andere Frage: Warum bist du eigentlich Yogalehrer*in geworden?


Die Antworten sind fast immer spannend.

Vielleicht hat Yoga dir geholfen:

  • mit Stress umzugehen

  • Rückenschmerzen zu lindern

  • nach einer schwierigen Lebensphase wieder zu fir zu finden

  • mehr Selbstvertrauen zu entwickeln


Oft liegt genau her bereits ein Teil deiner Nische verborgen. Denn die Themen, die uns selbst berührt haben, unterrichten wir häufig mit besonders viel Tiefe.


Welche Menschen begleiten dich besonders gerne?

Eine weitere Frage, die ich liebe: Mit welchen Teilnehmer*innen arbeitest du am liebsten?


Vielleicht sind es:

  • Anfänger*innen

  • Schwangere

  • Mütter

  • Menschen mit Rückenschmerzen

  • Kletterer*innen

  • Führungskräfte

  • Männer, die zum ersten Mal Yoga ausprobieren


Oft zeigt sich hier bereits eine klare Richtung.


Denn nicht jede Zielgruppe fühlt sich für jede Yogalehrerin gleich stimmig an.

Und das ist völlig in Ordnung.


Eine Nische entsteht oft ganz natürlich

Viele glauben, sie müssten ihre Nische am Schreibtisch erfinden.

Dabei entsteht sie häufig im Tun.


Durch Erfahrungen. Durch Begegnungen. Durch Unterricht.


Manchmal bemerkst du nach einigen Monaten:

"Irgendwie kommen immer wieder dieselben Menschen zu mir."


Und genau das kann ein wertvoller Hinweis sein.


Beispiele für Yoga-Nischen

Falls du gerade noch unsicher bist, hier ein paar Beispiele:

  • Yoga für Anfänger*innen

  • Yoga für Schwangere

  • Yoga nach der Geburt

  • Yoga für Rückenschmerzen

  • Yoga für Kletterer*innen

  • Yoga für Läufer*innen

  • Business Yoga

  • Yoga für Frauen in den Wechseljahren

  • Yin Yoga für Stressabbau

  • Yoga für Hochsensible


Wichtig ist dabei:

Du musst nicht die außergewöhnlichste Nische finden. Du musst die finden, die zu dir passt.


Die Schnittstelle zwischen Leidenschaft und Bedarf

Eine gute Nische entsteht oft dort, wo drei Dinge zusammenkommen:

  1. Was du gerne unterrichtest

  2. Worin du besonders gut bist

  3. Wonach Menschen tatsächlich suchen


Wenn diese drei Bereiche zusammenfinden, entsteht oft ein Angebot, das sich leicht anfühlt und gleichzeitig gefragt ist.


Warum eine klare Nische dein Marketing leichter macht

Viele denken bei einer Nische zuerst an Business.

Dabei hilft sie vor allem im Alltag.


Plötzlich wird vieles einfacher:

Du weißt:

  • worüber du schreiben kannst

  • welche Themen du auf Instagram teilst

  • welche Blogartikel du schreibst

  • welche Menschen du ansprechen möchtest


Und genau dadurch wird deine Kommunikation klarer.


Du darfst dich weiterentwickeln

Das ist mir besonders wichtig. Deine Nische ist kein lebenslanger Vertrag.


Du darfst wachsen.

Du darfst Neues ausprobieren.

Und du darfst deine Richtung verändern.


Viele erfolgreiche Yogalehrer*innen haben ihre heutige Nische erst nach Jahren gefunden.


Die richtige Nische bedeutet nicht, dich kleiner zu machen

Die richtige Nische zu finden bedeutet nicht, dich kleiner zu machen. Im Gegenteil. Es bedeutet, klarer zu werden. Für die Menschen, die genau das suchen, was du anbietest.


Diese Klarheit beginnt nicht im Marketing, sondern bei dir selbst.

Die Menschen, die zu dir passen, müssen dich nicht suchen. Sie müssen dich nur erkennen können.


Ein Gedanke zum Schluss


Vielleicht musst du heute noch nicht genau wissen, wie deine perfekte Nische aussieht.

Vielleicht reicht es, dir die Frage zu stellen:


Mit welchen Menschen möchte ich wirklich arbeiten?


Oft beginnt genau dort die Antwort.

Und manchmal führt dieser eine Gedanke zu einem ganzen Yoga-Business, das sich plötzlich viel stimmiger anfühlt.


Ganz in deinem Vibe.



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