Wie plane ich einen 60 Minuten Yoga Flow? (inkl. Beispiel Stunde)
- irisspiess
- 14. Juni
- 2 Min. Lesezeit

Am Anfang habe ich mir unglaublich viele Gedanken gemacht, wie „perfekt“ eine Yogastunde aufgebaut sein muss.
Was kommt zuerst?
Wie viele Asanas?
Ist das zu viel?
Zu wenig?
Heute sehe ich das ganz anders.
Ein guter Yoga Flow entsteht nicht aus Perfektion , sondern aus Gefühl, Klarheit und einem roten Faden.
In diesem Beitrag zeige ich dir, wie ich meine Stunden plane, einfach, strukturiert und trotzdem frei.
Warum Struktur dir mehr Freiheit gibt
Viele denken, Yoga sollte komplett intuitiv sein. Und ja, dass darf es auch.
Aber gerade beim Unterrichten hilft dir eine klare Struktur enorm.
Sie gibt dir:
Sicherheit
Orientierung
Ruhe im Kopf
Und genau daraus entsteht dann der Flow.
Struktur nimmt dir nicht die Freiheit, sie schafft sie.
Der klassische Aufbau einer 60 Minuten Yogastunde
Ich arbeite meistens mit dieser Grundstruktur:
Ankommen (5 Minuten)
Aufwärmen (10 Minuten)
Hauptteil / Flow (25 Minuten)
Cool Down (10 Minuten)
Endentspannung (10 Minuten)
Natürlich kannst du das anpassen , aber als Basis funktioniert es super.
Ankommen ( ca. 5 Minuten)
Das ist für mich einer der wichtigsten Teile.
Hier passiert:
der Übergang vom Alltag zur Praxis
die erste Verbindung zum Atem
ein kurzer Moment zum „Runterkommen“
Ich lasse meine Schüler*innen oft:
die Augen schließen
bewusst atmen
kurz bei sich ankommen
Manchmal gebe ich auch ein kleines Thema mit.
Aufwärmen (ca. 10 Minuten)
Hier bereite ich den Körper sanft vor.
Typische Elemente:
Cat & Cow
sanfte Hüftkreise
erste Dehnungen
Schulteröffner
Wichtig: langsam starten
nicht direkt in die Intensität gehen
Hauptteil/ Flow ( ca 25 Minuten)
Das ist der aktive Teil der Stunde.
Hier entsteht dein eigentlicher Flow.
Ich überlege mir meistens:ein Thema oder Fokus
Zum Beispiel:
Hüftöffnung
Balance
Rückenstärkung
Herzöffnung
Dann baue ich den Flow darum herum auf.
Beispiel:
Sonnengrüße
stehende Asanas
kleine Übergänge
Wiederholungen für Sicherheit
lieber weniger Übungen , dafür klar und wiederholend
Cool Down (ca. 10 Minuten)
Hier bringst du dei Energie wieder runter.
Typische Elemente:
Vorbeugen
Drehungen
Hüftöffner
sanfte Dehnung
Ziel: Nervensystem beruhigen
Körper wieder in die Ruhe bringen.
Endentspannung (ca. 10 Minuten)
Savasana ist kein Bonus.
Es ist ein essenzieller Teil der Stunde.
Hier passiert Integration.
Ich halte diesen Teil bewusst ruhig:
wenig Worte
viel Raum
manchmal eine kurze geführte Entspannung
Beispiel für eine 60 Minuten Yoga Flow
Hier ein ganz einfacher Ablauf:
Thema: Rücken & Entspannung
Ankommen
Atem beobachten
kurze Erdung
Aufwärmen
Cat & Cow
Schulterkreisen
sanfte Seitbeugen
Flow
Sonnengruß A (2–3 Runden)
Krieger 1 & 2
sanfte Drehung im Stand
Vorbeuge
Wiederholung der Sequenz
Cool Down
liegende Drehung
Happy Baby
sanfte Hüftöffnung
Savasana
10 Minuten Ruhe
Mein wichtigster Tipp für deinen 60 Minuten Yoga Flow
Plane deine Stunde, aber halte sie nicht fest.
Manchmal merkst du:
die Gruppe braucht heute mehr Ruhe
oder mehr Bewegung
oder einfach weniger
Dann darfst du loslassen.
Ein Gedanke zum Schluss
Du kannst die schönste Yogastunde planen, aber wenn niemand davon weiß, bleibt sie leer.
Und genau das erlebe ich bei so vielen Yogalehrer*innen.
Wenn du möchtest, unterstütze ich dich dabei, deine Stunden nicht nur zu planen, sondern auch sichtbar zu machen.
Ganz ohne Druck.
Ganz in deinem Flow.
Möchtest du Unterstützung?
NAMASTE!



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